Mit dieser Auflistung von FAQs (Frenquently Asked Questions oder dt. "oft gestellte Fragen") beantworten wir gerne Ihre Fragen zum Projekt.

Welche Antworten fehlen hier noch?

Bitte richten Sie Ihre Fragen an ursula.weilenmann@fh-campuswien.ac.at damit sie hier beantwortet werden können!

 

 

"Warum heisst euer Projekt 'Die Technik ist weiblich'?"

Das Wort "Technik" ist grammatikalisch gesehen weiblich. Ein Blick in die Arbeitswelt zeigt jedoch, dass die Berufsfelder Technik und Naturwisschaften noch immer hauptsächlich von Männern gewählt werden.

Die Arbeitsbereiche Bauwesen, Energie- und Wasser, Verkehr und Nachrichtenübermittlung sowie die Sachgütererzeugung sind laut Statistik Austria bis zu über 90 % männerdomimiert. Gleichzeitig sind auch die AnwärterInnen für diese Berufsfelder männlich, z.B. sind über 90 % aller SchülerInnen von HTLs (Berufsbildenen Höheren Schulen im Bereich Technik) männlichen Geschlechts.

Erfolgreiche Frauen in Technik und Naturwissenschaften beweisen jedoch, dass Frauen mit ihren Kompetenzen und Fähigkeiten sehr wohl dazu geeignet sind, in diesen Berufsfeldern Anerkennung und Erfüllung zu finden.

Da Berufe in den von Männern dominierten technisch-naturwissenschaftlichen im Gegensatz zu von Frauen dominierten Dienstleistungsberufen überdurchschnittlich gut bezahlt sind und außerdem gute Berufsaussichten sowie die Chancen auf ein gesichtertes Einkommen und Zukunftsperspektiven bieten, ist es höchste Zeit, dass auch Frauen ihre Qualifikationen in diesen Bereichen einbringen! Der Projekttitel ist bewusst provokant. Er fordert dazu auf, "Technik" auch in der Praxis als weibliches Tätigkeitsfeld zu sehen.

(beantwortet von Ursula Weilenmann am 14-04-2006)

 

 

"Richten sich die Angebote von 'Die Technik ist weiblich' auch an Burschen und Männer?"

Ja, das Projekt richtet sich auch an Burschen und Männer!

Das Projekt ist ein Gender Mainstreaming Projekt - das heisst, die Zielgruppen sind sowohl Frauen als auch Männer.

Angebote wie Berufsentscheidungsworkshops, Info-Vorträge zu Studium und Beruf, Schnuppervorlesung am fh-campus wien sowie alle Angebote für LehrerInnen richten sich an Burschen und Männer. Schüler werden dabei unterstützt eine für sie passende Berufs- und Studienwahl zu treffen. Lehrer werden im Hinblick auf geschlechtergerechte Pädagogik unterstützt. Absolventen, Studenten und Mitarbeiter haben die Möglichkeit sich bei Veranstaltungen und durch die Nutzung der "Die Technik ist weiblich"-Website und -Zeitung weiterzubilden.

Die Angebote und Förderbereiche für Frauen und Männer sind bestimmt durch Analysen von Statistiken die Ausbildungsbereiche und den Arbeitsmarkt unserer Gesellschaft betreffen.

Frauen werden im Rahmen von "Die Technik ist weiblich" in den Bereichen unterstützt, in denen eine gezielte Frauenförderung notwendig ist, z.B. vor dem Berufseinstieg. Statistisch gesehen haben sie weniger Vollzeit-Arbeitsplätze inne, was direkte Einkommensverluste nach sich zieht. Frauen verdienen um rund ein Drittel weniger als Männer.

"Die Technik ist weiblich" bietet gezielte Maßnahmen an, damit sich Frauen erfolgreich am Arbeitsmarkt positionieren können.

Von erfolgreichen Frauen am Arbeitsmarkt profitieren auch Männer: So wünschen sich derzeit lt. Umfragen über ein Drittel der Väter in Karenz gehen zu können, die Familien können sich dies aber nicht leisten, da die Einkommen der Frauen zu gering sind.

Gender Mainstreaming heisst, dass gezielt dort gefördert wird, wo Ungleichstellungen zwischen Frauen und Männern in unserer Gesellschaft auszugleichen sind. Um dies zu erreichen sprechen wir Frauen UND Männer an!

(beantwortet von Ursula Weilenmann am 15-04-2006)