Nackte Tatsachen

Neulich am Karmelitermarkt auf meinem Weg in die Arbeit: Ein Plakat das für eine Enthaarungscreme wirbt. Alles wie gehabt: Es zeigt eine nackte Frau die sich glücklich lächelnd über das neue Produkt freut und lächelnd ihren Slip schwenkt…
2 Tage später: Wieder gehe ich vorbei und stutze: Jemand hat über Nacht mit einer Tapetenbahn den nackten Körper der Frau überklebt!
Ich freu mich über soviel Eigenregie im öffentlichen Raum und rätsle natürlich wer sich die Mühe gemacht haben könnte, mit einer Leiter zur Plakatwand hinaufzuklettern um das Plakat zu überkleben. Eine/r, die/der soviel Nacktheit im Grätzel nicht tagtäglich vor der Nase haben wollte? Eine/r, die/der es leid war wiedermal einen splitternackten Körper mit Modelmaßen als Werbung vorgesetzt zu bekommen?
Wer auch immer: Soviel Eigenregie und Intervention im öffentlichen Raum ist selten! Mich beeindruckt's! Ich wünsch' mir: Blümchentapeten statt Beschwerde beim zahnlosen Werberat!
Mehr Eigenregie beim Umgang mit Werbung!
Mehr solcher Statements von kritischen KonsumentInnen!
Und: Wo geht`s zum nächsten Baumarkt?
Danke, Ewi, für's Foto!
Der Beitrag wurde am Samstag, den 10. Juni 2006 um 10:52 Uhr von Ursula Weilenmann veröffentlicht und wurde unter Allgemein, Medien abgelegt. Sie können die Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare und Trackbacks sind derzeit nicht erlaubt.












